Als der Krieg zu Ende war

Horacio Ferrer, Exodo
1936 brach er aus, 1939 ging der Spanische Bürgerkrieg zu Ende.
Die gebrechliche Wirtin eines kleinen valencianischen Bergdorfes erzählt immer wieder unaufgefordert von Armut, Not und Krieg.
Ihr Onkel sei der Hufschmied des Dorfes gewesen. Nach Mitternacht habe man an seine Haustür gepoltert. Er habe aufgemacht. Der erste Schuss habe ihn aus nächster Nähe in die Brust getroffen. A bocajarra, heisst das auf Spanisch. Da er sich sofort an die Wunde gefasst habe, sei der zweite Schuss mitten durch die Hand gegangen.
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Schwingen
«Ah, c’est un Schlungg»Impressionen von einem Bergschwingen
von Beat Sterchi
Erschienen 2003 in der Wochen-Zeitung
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Dichter zwischen den Welten
Was für die sprachlichen Minderheiten in der Eidgenossenschaft selbstverständlich ist, muss von den deutschsprachigen Freiburgern in ihrem Kanton immer neu verteidigt werden. Ein Kämpfer für die Rechte dieser Minderheit ist der Poet, Theaterautor und Naturbestatter Franz Aebischer.
SDA, Donnerstag 13. Juli 2006
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Kunst mit Messer und Gabel

Le boucher Corpaato: Der malende Koch.
sda/sfd 2005
Der Maler „Le boucher Corpaato“ ist Künstlerkoch, Kochkünstler und Lebenskünstler in einem. Ein Besuch in seinem Privatmuseum hoch über der Altstadt von Freiburg.
Dort in der Metzgerei, auf der anderen Seite der Saane, wo er einst Fleischstücke für den Verkauf ausgebeint hat, dort hat er anfänglich auch gemalt. In der weissen Berufskleidung und mit dem Metzgermesser malte er bunt und frech geschlachtete Tierhälften, Kalbsköpfe und Innereien in grossen und kleinen Formaten.
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Kunstfreuden bei den Kunstfreunden

Und der junge Mann dort? Kaum mehr als dreissig Jahre alt und jagt mit ein paar schnell aufeinanderfolgenden Handbewegungen den Preis eines Kunstwerkes in Millionenhöhe. Er hob und senkte die Rechte, als würde er ein zweites Bier bestellen und nicht jedesmal 5000 Franken zusätzlich in eine unsichtbare Schale werfen.
Auktionsbericht eines Unbeteiligten.
Bern, Juni 1999
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Das Wankdorf wankt bald zum letzten Mal.

Vor dem letzten Spiel im Berner Wankdorfstadion.
Dann folgt der Abbruch.
Eine Abdankung.
Erschienen in der Wochen-Zeitung
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Mit dem Schleppnetz auf dem Mittelmeer

Eine Fischereireportage von Beat Sterchi.
Der Himmel ist bewölkt, der Seegang für meine Begriffe unverändert bewegt.
Von der Küste ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Die andern Schiffe sind verschwunden. Dafür haben sich die Delphine herbeigelassen. Pedro zeigt sie mir mit ausgestrecktem Arm. Dort! Und dort! Vielleicht 2oo Meter entfernt umschwirren sie
Netz und Beute. Ein Dutzend Rückenflossen schneiden scharf und dunkel die Wellen, ein paar Mal springt einer der Delphine, scheinbar langsam, wie in Zeitlupe sich abdrehend über die Wasseroberfläche.
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Die Schweiz und die Uno

Urserental mit Realp 1538 M
CH 6491 Realp:
Licht im Bunker
Eine Reportage von Beat Sterchi
Erschienen im März 2004 im Berliner Tagesspiegel nach der Abstimmung über den Unobeitritt der Schweiz.
Wenn man nach Realp fährt, dann fährt man in die Berge. Über Rampen und Kehrschleifen, durch Tunnels und Lawinenschutzgallerien führt die Strasse steil durch die Schöllenenschlucht hinauf mitten in die Herzkammer der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Über den senkrecht aufsteigenden Felswänden sind keine Gipfel zu sehen. Nur ein schmales Stück Himmel. Hier wurde einst mit einer kühn über den Abgrund gespannten Steinbrücke die erste Nord-Süd-Verbindung über den Gotthardpass eröffnet. Als derart gottesverachtend wurde das Unterfangen betrachtet, diese wilde Schlucht begehbar zu machen, dass man die Brücke Teufelsbrücke nannte. Die Menschen wagten sich der Sage nach auch erst hinüber, nachdem ein Ziegenbock vorausgegangen war.
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Der Wolf und die 75000 Schäflein

Auf der andern Seite der Alpen, genauer gesagt, auf der Südseite des gleichnamigen Passes liegt das kleine Dorf Simplon und noch weiter südlich liegen dicht zusammengedrängt in der engen Schlucht die paar Häuser des Grenzortes Gondo, wo das schweizerische Kapitel einer modernen Wolfsgeschichte seinen Anfang genommen haben muss. Zur Zeit werden hier kaum Grüsse getauscht, ohne dass dabei nicht auch der Wolf unter seinem ortsüblichen Namen ”lupo” zur Sprache kommt. In den ersten Novembertagen des letzten Jahres soll er nämlich in Gondo die Grenze zwischen Italien und seinem neuen Gastland passiert haben.
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